Geschichte

Zeitachse

1874

Gründung des nicht farbentragenden Vereins Saxonia in der Kemmlerei

1875

Erste Mensur, Einführung des Zirkels in der heutigen Form

1876

Überführung des Vereins in eine Verbindung

1899

Kauf des Bauplatzes

1902

Richtfest und Übergabe des Sachsenhauses

1903

Übersiedelung ins eigene Haus

1931

Umbau von einem reinen Gesellschaftshaus zu einem Nutz- und Wohnhaus

1936

Auflösung aller aktiven Verbindungen während des Nationalsozialismus („Gleichschaltung“)

1945

Das Sachsenhaus wird französisches Quartier

1950 - 1952

Wiederzulassung der Verbindung und Wiedereinzug

1967 - 1968

Umbau

1981

Einführung des Modells selbstverwaltete Studentengemeinschaft Sachsenhaus

Verbindung Saxonia bleibt bestehen ohne Neuaufnahmen

1982

Gründung des Ehemaligenvereins Freunde der Studentengemeinschaft Sachsenhaus

1983

Offizieller Beschluss der Studentengemeinschaft Sachsenhaus durch den Altherrenkonvent

2017

Errichtung einer Stiftung zum Erhalt des Sachsenhauses als selbstverwalteter Wohnraum für Studierende


 

Der Übergang zur Selbstverwaltung

Das Sachsenhaus beherbergte über 80 Jahre die Verbindung Saxonia, die Mitglied des Miltenberger Bunds war. In den 1980er Jahren stand die Verbindung jedoch vor dem Problem, dass immer weniger Studierende in die Saxonia eintreten wollten. Daher wurden Zimmer an Studierende vermietet, die nicht Mitglied der Verbindung waren. Da sich auch die Satzung der Saxonia gegen "unzeitgemäßes Brauchtum" aussprach, wurden immer mehr Stimmen laut, die eine Umstrukturierung des Wohnverhältnisses forderten. Nach vielen Diskussionen zwischen Bewohnern und Alten Herren (ehemalige Mitglieder der Verbindung) wurde so schließlich beschlossen, das Haus weiterhin als kostengünstigen Wohnraum für Studierende im Rahmen der selbstverwalteten Studentengemeinschaft Sachsenhaus zur Verfügung zu stellen. Im Zuge der Umstrukturierung des Hauses zogen zudem die ersten Frauen ein. Nachdem das Hausmeisterehepaar Ulmer 1980 in Rente ging und das Haus verließ, wurde das Kellergeschoss so ausgebaut, dass auch hier Studierende wohnen konnten und es entstanden in allen drei Stockwerken Küchen.